Das Fahrrad – wirklich nur ein Drahtesel?
In seiner fast 200jährigen Geschichte (beginnend 1817
mit der Laufmaschine des Freiherrn von Drais) wurde
das Fahrrad permanent weiterentwickelt, oft aber auch
völlig neu erfunden. Manche dieser Erfindungen oder
Verbesserungen haben heute noch Gültigkeit, manches
ist in Vergessenheit geraten, um ein ein paar Dekaden
später als „revolutionäre Neuheit“ wieder aufzutauchen
ein Vorgang, der sich manchmal sogar mehrmals wiederholte),
viele spektakuläre Neuheiten haben sich dann aber
als ein Weg in die Sackgasse herausgestellt und werden
heute als skurril belächelt.
Hier im Museum versuchen wir, alles zu zeigen: die
wirklichen Eckpfeiler der Fahrradentwicklung, die
Umwege, und nicht zuletzt die Skurrilitäten. Ein besonderer
Blick gilt natürlich den Produkten aus heimischen Landen.
Wenn aus Österreich auch kaum technische Innovationen
kamen (Ausnahme: Erlachs Draisinen, völlig aus Blechprofilteilen
bestehende Zwei- und Dreiräder), so war man hier doch
von Anfang an dabei. Und in der K&K Zeit wurden
Maschinen aus den Fabriken von Johann Puch, der Waffenfabrik
GesmbH, Benedict Albl und anderen Pionieren doch in
alle Welt geliefert, wo sie sich aufgrund ihrer Fertigungsqualität
auch gut verkaufen ließen.
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